Ziel ist es, den Damm für außergewöhnliche Hochwasserereignisse – wie ein 100-jährliches Hochwasser – sicher zu machen. Der Schutzdamm wird dabei erdbautechnisch saniert, eine Dichtwand verhindert die Durchsickerung des Dammes. Damit der Damm bei einem Hochwasser auch gut erreicht werden kann, errichtet via donau im gesamten Streckenabschnitt einen Dammverteidigungsweg. Der Bau eines Dammverteidigungsweges entspricht neuesten technischen Standards für den Hochwasserschutz.
Dammverteidigungsweg erfordert kleinflächige Rodungen
Für die Errichtung des Dammverteidigungsweges sind kleinflächige Rodungen notwendig. „Nur mit einem Dammverteidigungsweg haben Einsatzkräfte die Möglichkeit, im Falle eines Hochwassers den Damm zu erreichen und effizient zu verteidigen“, betont DI Christoph Fehringer, Verantwortlicher für den Bereich Planung und Wasserbau bei via donau. „Die notwendigen Rodungen dienen ausschließlich dem Hochwasserschutz und damit der Sicherheit der lokalen Bevölkerung“, so Fehringer.
Im Interesse der March-Thaya-Auen überwacht die ökologische Bauaufsicht von via donau gemeinsam mit externen ExpertInnen die Bauarbeiten. In Summe werden etwa 5,4 ha Fläche für den Bau des Dammverteidigungswegs benötigt, wovon ca. 0,75 ha gerodet werden müssen. Der Verein World Wide Fund For Nature (WWF) ist neben den beiden Anrainergemeinden Marchegg und Weiden mehrheitlich Eigentümer der an dem Damm angrenzenden Grundflächen. Für den Bau des Dammverteidigungsweges stellte der WWF Grund im Ausmaß von etwa 1,2 ha zur Verfügung. Weitere ca. 1,1 ha Grund kommen aus Privatbesitz, der Rest befindet sich im Gemeindeeigentum.
Zahlreiche Begleitmaßnahmen zur Schonung der Umwelt
Alle Baumaßnahmen finden unter größtmöglicher Schonung der Umwelt statt. Für das Baulos Marchegg Bahnhof bis Zwerndorf sind folgende Begleitmaßnahmen vorgesehen:
Sanierung in zwei Jahren
Rund zwei Jahre beträgt die Bauzeit des Bauloses „Marchegg Bahnhof - Zwerndorf“ bei optimalen Witterungsbedingungen. Bei der Sanierung zwischen Marchegg und Zwerndorf handelt es sich um das längste Baulos der Marchdammsanierung: Über 17 km Damm sind in zehn Bauabschnitten zu sanieren.
Finanzierung gesichert
Die Dammsanierung an der March wird durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) finanziert. Das Baulos „Marchegg Bahnhof - Zwerndorf“ ist dabei mit einer Gesamtsumme von rund 20 Millionen Euro budgetiert.
Die Bauarbeiten selbst werden von der Arbeitsgemeinschaft G. Hinteregger&Söhne und Pittel+Brausewetter durchgeführt. Bauherr ist der Wasserverband für den Marchhochwasserschutzdamm Marchegg-Zwerndorf. Die Planungsarbeiten und die örtliche Bauaufsicht führt Geoconsult Wien ZT GmbH durch. Die geotechnische Fachplanung erfolgt durch das Institut für Grundbau und Bodenmechanik der TU Wien.
Mehr zur via donau
via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH (via donau) ist als Tochterunternehmen des bmvit für die Errichtung und umfangreiche Sanierung der Hochwasserschutzanlagen an der Donau und March zuständig. Entlang der Flüsse March und unteren Thaya saniert via donau bis 2012 einen Damm von über 70 km.
Kontakt
via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH
1220 Wien, Donau-City-Straße 1
Mag. Sabine Fischer
Tel: +43 50 4321 1406
Mag. Anita Stix
Tel: +43 50 4321 1408
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