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Die Bedeutung des Naturparadieses March/Thaya nahm seit der Öffnung der Ostgrenzen im Jahr 1989 kontinuierlich zu. Direkt vor den Toren Wiens schätzen Erholungssuchende die einzigartige Landschaft der March-Thaya-Region.  

Die March ist ein Nebenfluss der Donau und ein typischer Flachlandfluss. Charakteristische Merkmale sind eine starke Schlingen-Bildung und die Ausbildung von sogenannten Prall- und Gleituferhängen. Die March bildet die Grenze zwischen der Tschechischen Republik und der Slowakei und die Grenze zwischen Österreich und der Slowakei.  

Die Thaya ist ein rechter Nebenfluss der March. Sie entspringt aus zwei Quellbächen – der Deutschen und der Mährischen Thaya. Diese vereinigen sich in Raabs an der Thaya. Bei Hohenau mündet die Thaya in die March. Charakteristisch für die Thaya ist ihr stark gewundener Verlauf.  


Daten und Fakten  

  • Die March hat eine Gesamtlänge von 358 km; die Thaya von 235,4 km.
  • 19 Prozent (69 km) der March und 17 Prozent (40 km) der Thaya liegen auf österreichischem Staatsgebiet.
  • Das Einzugsgebiet der gesamten March beträgt 26.000 km², das der Thaya 13.400 km².
  • Die Länge der March-Grenzstrecke betrug vor der Regulierung 80 km; jetzt 69 km.
  • Die Länge der Thaya-Grenzstrecke betrug vor der Regulierung 19,3 km; jetzt 16,15 km.
  • Die Wasserführung der March beträgt bei Niedrigwasser durchschnittlich 33 m³ pro Sekunde und bei HW100 durchschnittlich 1.400 m³ pro Sekunde.  
  • Im April 2006  führte die March knapp über 1.400 m³ Wasser pro Sekunde. Dies stellte ein 100-jähriges Ereignis dar.    


Historisches

Güter, wie Holz, Tabak, Braunkohle oder Bausteine wurden über Jahrzehnte auf der March transportiert. Ab dem 16. Jahrhundert gefährdeten die Wehre den Güterverkehr auf der March. Bereits damals kam zu es zu Hochwässern mit bis zu 5 km breiten Überschwemmungsgebieten, die zahlreiche Ernten vernichteten. Im 19. Jahrhundert wurde deshalb erstmals an die Regulierung der March gedacht. Die Ideen reichten jedoch nicht über Planungsstadien hinaus.  

Erst ein Staatsvertrag mit Grenzstatus zwischen Österreich und der Tschechoslowakei regelte am 12. Dezember 1928 den technisch-ökonomischen  Bedarf an Donau, March und Thaya. Die klassische Regulierung der March-Grenzstrecke wurde von 1936 bis 1964 durchgeführt. Dabei wurden 17 Durchstiche gebaut und ein Hochwasserschutzdamm von 57 km angelegt.    

 
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