Die Bedeutung des Naturparadieses March/Thaya nahm seit der Öffnung der Ostgrenzen im Jahr 1989 kontinuierlich zu. Direkt vor den Toren Wiens schätzen Erholungssuchende die einzigartige Landschaft der March-Thaya-Region.
Die March ist ein Nebenfluss der Donau und ein typischer Flachlandfluss. Charakteristische Merkmale sind eine starke Schlingen-Bildung und die Ausbildung von sogenannten Prall- und Gleituferhängen. Die March bildet die Grenze zwischen der Tschechischen Republik und der Slowakei und die Grenze zwischen Österreich und der Slowakei.
Die Thaya ist ein rechter Nebenfluss der March. Sie entspringt aus zwei Quellbächen – der Deutschen und der Mährischen Thaya. Diese vereinigen sich in Raabs an der Thaya. Bei Hohenau mündet die Thaya in die March. Charakteristisch für die Thaya ist ihr stark gewundener Verlauf.
Güter, wie Holz, Tabak, Braunkohle oder Bausteine wurden über Jahrzehnte auf der March transportiert. Ab dem 16. Jahrhundert gefährdeten die Wehre den Güterverkehr auf der March. Bereits damals kam zu es zu Hochwässern mit bis zu 5 km breiten Überschwemmungsgebieten, die zahlreiche Ernten vernichteten. Im 19. Jahrhundert wurde deshalb erstmals an die Regulierung der March gedacht. Die Ideen reichten jedoch nicht über Planungsstadien hinaus.
Erst ein Staatsvertrag mit Grenzstatus zwischen Österreich und der Tschechoslowakei regelte am 12. Dezember 1928 den technisch-ökonomischen Bedarf an Donau, March und Thaya. Die klassische Regulierung der March-Grenzstrecke wurde von 1936 bis 1964 durchgeführt. Dabei wurden 17 Durchstiche gebaut und ein Hochwasserschutzdamm von 57 km angelegt.
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